Sonntag, 18. Mai 2008

Ein Nèmet kommt selten allein


Hey Leute!

Die letzten zwei Wochen standen ganz im Zeichen des Besuchtwerdens. Zuerst kam unser geliebter Tino vom Heimaturlaub wieder, zu unserem Erstaunen mussten wir feststellen, dass man in good old Germany sogar schneller braun werden kann als hier.
Fälschlicher Weise nur mit sommerlicher Kleidung bewaffnet reisten die Eltern von Mops an. Das hoch angepriesene Proviant wurde tatsächlich mit angeschleppt. Sächsisch grillen, welch ein Schmaus! Speckfettbemme, Roster und gutes Bier entzückte die ganze Mannschaft, an dieser Stelle sagt die Reisegruppe Danke für alles Familie Scharf! Großes Touriprogramm abgezogen - andere fahren 2 Wochen weg, die Scharf's hingegen klappern in 5 Tagen alles erkundbare ab.
Chilliger gings im direkten Anschluss weiter. Eltern gehen Freunde kommen.
Daumen in den Wind und ab gehts nach Ungarn - Anja und Lari sind zu Besuch gekommen, Wahnsinn! Die kostbare Pfingstferienwoche galt es ausnutzen. Das selbige dachte sich auch ein gewisser Herr Sprenger und sackte kurzerhand den Thomas mit ein. Ausgestattet mit mehr oder weniger sinnvollen Freizeitutensilien (Eishockeyschläger?) war es für uns alle wie ein Urlaub im Urlaub. Lagerfeuer, Kubb, Quiz des 20. Jh., Kèkes,Fußball, Wein, Budapest, Wien - kein Eishockey. Was für ne Woche! Auch euch größten Dank. Es gibt nix besseres als Freunde die mal fix 900km auf sich nehmen. Ihr seid die besten

In diesem Sinne

Rock'n'Roll

Ach ja, seit dieser Woche gibts richtig was zu erlernen. Die Schweden sind da und wir dürfen deren ganzen Exkursionen und Vorlesungen beiwohnen. Gehirnzellensport ist wieder angesagt - endlich! Mehr davon im nächsten Blog.
An Meister Schlomo: Schwedinnen sind nicht alle über 1,90 m - dafür aber blond.
An Sprenger: Danke für die vielen schönen Fotos und dass du mich an der Ölraffinerie rausgehauen hast... ;-)

Besuch, Besuch!

Montag, 5. Mai 2008

travel and work


Hallo Kokotten!

Fast Halbzeit hier. Seit nun schon beinahe 10 Wochen hängen wir hier in Ungarn und werden unserer irdischen Freuden nicht satt. Einmal mehr wurde uns der Genuss von Rebensaft en gros nähergebracht. Da kommt man echt nicht drum rum hier. Aber auch desaströse Musik und wie aus dem Boden gestampfte Touriorte bleiben einem leider nicht erspart. ... und manchmal wird man eben auch vom Bären verspeist ...
Campusfestival - klingt ja eigentlich ganz angenehm. Flyer sah auch gut aus. Aber Pustekuchen - fünf nicht mehr ganz so junge Kerle quälten unsere Trommelfelle mit softem Schlagerpoprock. Die hiesigen Studenten , die scheinbar alle die seichten Texte kannten, waren total aus dem Häuschen. Kulturschock.
Auch die so hoch angepriesene "Floralia"-Messe in Budapest war nicht so der Hammer, vielleicht auch, weil unser Tino wiedermal eine Woche im geliebten Deutschland verbrachte. Zwei Dinge waren jedoch vorzüglich. Das belgische Freibier und die ganzen alten Leute da. Sprenger, das wär was für dich gewesen.
Was wohl für kaum jemanden etwas gewesen wäre ist ein Ort dessen Namen auszusprechen ich nichtmal nach 2 Tagen in der Lage war. Hàjduszoboszlò - so stell ich mir die Hölle vor - ist irgendwie das Urlaubsziel Nr. 1 bei neureichen Rumänen, Polen und Ukrainern. Einziger Grund scheint das Freibad von und zu Hajduszoblablabla zu sein, sonst nur Tourifallen. Hunderte halbnackte Menschen jeglichen Alters und Geschlechts quetschten sich in die zwei einzigen beheizten Becken. Ergebnis: Flucht nach Debrecen.
So jetzt wird gegrillt. Mops' Eltern sind grad zu Besuch. Mit im Gepäck: 1 Hund, 30 Roster, Speckfettbemmen und 40 deutsche Flaschenbier. Na dann Prost!

Ungarn aus der Vogelschau